Warum jeder Erste Hilfe erlernen sollte...

..weil es jeden direkt betreffen könnte.
Und die Wahrscheinlichkeit selbst mit einer Notfallsituation in Kontakt zu kommen ist nicht einmal gering, sei es nun als Betroffener oder Anwesender. Um so wichtiger ist es, sich bereits im Vorhinein mit eventuellen Notfallsituationen auseinanderzusetzen.
Was erwarte ich selbst, wenn ich in eine solche Situation gerate? Sicherlich, schnelle professionelle Hilfe durch Ärzte und Rettungsdienste und glücklicherweise verfügt Deutschland über ein enges flächendeckendes Netz derselben. Was aber ist, wenn eine lebensbedrohliche Situation eintritt, welche sehr schnelle Hilfe erfordert? Eine Hilfeleistung die im günstigsten Fall zeitgleich mit dem eintretenden Notfall beginnt? Die wenigen Minuten bis zum Eintreffen professioneller Hilfe entscheiden in vielen Fällen über Leben und Tod und in ebenso vielen Fällen über ein weiterhin gesundes und unbeschwertes Leben. Was ist, wenn Sie sich nicht in unmittelbarer Nähe einer Rettungswache oder eines Arztes aufhalten, etwa im Wald. Wird die Hilfe rechtzeitig kommen? Was ist wenn ein Angehöriger oder Freund schnelle Hilfe benötigt, z.B. Ihre Frau, Ihr Mann oder Ihr Kind? In diesen Situationen, so sehr wir Ihnen wünschen daß diese niemals eintreten, würden Sie sich wünschen helfen zu können.

...weil es jeder lernen kann.
Erste Hilfe zu erlernen ist recht einfach und niemandem wird etwas abverlangt was er nicht leisten kann. Fast alle sind am Anfang etwas zaghaft und "schüchtern" was die Übungen anbelangt, allerdings wird schnell klar wie einfach es doch ist, wenn man nur weiß wie.

...weil jeder zur Hilfeleistung verpflichtet ist.
Ebenso wie jeder Hilfe erwartet und ein Recht darauf hat, steht jeder in der Pflicht diese Hilfeleistung zu erbringen. Und damit ist weniger die gesetzliche Pflicht zur Hilfeleistung gemeint sondern auch und im Besonderen die moralische Pflicht einem Menschen in einer Notlage zu helfen. Dennoch sollte eine Hilfeleistung weniger aus einem Zwang heraus erfolgen, sondern durch das Bewußtsein für die Notwendigkeit einer beherzten und durchdachten Hilfe. Denn wenn Sie nicht helfen, wird es vielleicht niemand tun.

Warum manche nicht helfen...

...weil sie sich "nicht zuständig" fühlen.
Sei es nun aus Unlust oder purem Desinteresse am menschlichen Gegenüber, einige wenige scheinen kaum Anteil am Schicksal in Not geratener Menschen zu nehmen. Diskussionen oder gar Vorwürfe zeigen bei diesem Problem unserer Gesellschaft nur sehr geringe Wirkung. Hier sollte eine intensive Beschäftigung mit den Gründen für diese Abwehrhaltung erfolgen die es dann zu hinterfragen gilt. In vielen Fällen wird sich die scheinbare Unlust auf Angst vor Fehlern und einem Auftreten für und vor fremden Menschen begründen.

...weil sie sich nicht trauen.
Ein verletzter oder kranker Mensch liegt regungslos auf dem Boden. Ein Mensch den Sie nicht kennen. Um den in Not geratenen bildet sich, wie so oft, schnell eine Ansammlung von Zuschauern, ebenfalls Ihnen unbekannte Menschen. Es ist einfach der Masse zu folgen und... zuzuschauen. Alle sehen zu und keiner traut sich einen ersten Schritt zu tun. Vielleicht aus Unsicherheit, vielleicht aus Angst aus dieser Menge herauszutreten und sich so "in den Mittelpunkt" zu stellen oder vielleicht auch beides. Es gibt zwei Dinge die jeder tun kann um in einer solchen Situation "den nötigen Mut" zu fassen. Der erste Schritt sollte ein Erste Hilfe-Kurs sein. Hier lernen Sie unter kompetenter Anleitung die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Das erlangte Wissen und die wiederholten Übungen werden Ihnen in solchen Situationen die nötige Sicherheit geben. Als zweites sollten Sie sich gegebenenfalls einen "Verbündeten" suchen, d.h. einen oder mehrere Menschen direkt ansprechen und zur Mithilfe auffordern. In der Praxis könnte dies wie folgt aussehen: Sie bitten einen der Anwesenden um Mithilfe bei der Erstversorgung, einen weiteren um das Absetzen des Notrufes und vielleicht einen dritten und vierten um das Absichern der Unfallstelle oder das Abschirmen des Verletzten vor allzu neugierigen Blicken. Sie werden staunen wie schnell aus Zuschauern aktive Helfer werden können.

...aus Angst vor Fehlern.
Sollte man die Versorgung von Kranken und Verletzten nicht doch lieber professionellen Helfern überlassen? Schließlich könnte ein Fehler gemacht und dem Kranken/Verletzten mehr geschadet als geholfen werden. Und was passiert Ihnen überhaupt wenn Sie einen solchen Fehler begehen? Können Sie dafür zur Rechenschaft gezogen werden? Wer sich solche und ähnliche Fragen stellt dem sei gesagt: Grundsätzlich ist jede Hilfe besser als gar keine Hilfe und niemand kann und wird Sie für Fehler belangen, sofern sie nicht grob fahrlässig oder gar vorsätzlich begangen wurden.

 

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